Autofahren in Kenya - nicht ungefährlich

In Kenya mit dem Auto zu fahren ist aus vielen Gründen heute nicht mehr ungefährlich. In
den letzten Jahren hat der Verkehr stark zugenommen und die Strassen sind vielfach nicht besser geworden.
Eine erschreckend hohe Zahl der einheimischen Autofahrer ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Es fehlen also folglich die Grundkenntnisse im Strassenverkehr. Die Chinesen bauen gerade eine neue Strasse von Mombasa nach Nairobi. Auf den fertigen Abschnitten sind international übliche Kennzeichnungen. So auch die Trennlinien auf der Fahrbahnmitte. Bei einer durchgehenden Linie, darf die nicht überfahren und folglich kann nicht überholt werden. Auf diese Regelung, die vor allem an unübersichtlichen Stellen eingesetzt wird, verlassen Sie sich besser nicht und fahren besonders vorsichtig und aufmerksam. Nicht selten taucht an diesen Stellen, für sie völlig unerwartet, vor Ihnen, ein entgegen kommendes Fahrzeug auf.
Auch der Fahrer unseres Safaribusses wusste nichts mit der Kennzeichnung der Mittellinie anzufangen. Er wusste nicht wann überholt werden darf und wann eben nicht. Das ergab ein Gespräch, nachdem wir mehrfach heikle Situationen hatten.
Ein anderes Problem ist, dass völlig selbstverständlich unter, zum Teil, erheblichen Alkohol gefahren wird. Den Europäer können sie schon Mittags, nach dem Frühschoppen, in dem Zustand begegnen. Besonders gefährlich wird es dann Nachts. Ein weiteres Problem sind die, teilweise stark übermüdeten Fahrer. Auch die Taxifahrer arbeiten vielfach unverantwortlich lange und halten sich künstlich durch das Essen von Mira wach. Einer Pflanze, die den Hunger stillt, happy machen soll und vor allem lange wach hält. Das gerade das Wachhalten zu Trugschlüssen führt, können oder wollen sie nicht verstehen. Uns ist es mehr, als einmal passiert, dass wir, morgens um 5 Uhr, auf der Fahrt von Diani Beach zum Flughafen Mombasa, förmlich Blut und Wasser geschwitzt haben und versuchten, durch Gespräche mit dem Fahrer, dessen Konzentration aufrecht zu erhalten. Das alles, führt in Kenya täglich zu, oft folgenschweren, Unfällen. Der Bus, mit dem ein Freund von uns Nachts von Mombasa nach Nairobi fuhr, ist in einer Kurve, ohne ersichtlichen Grund, geradeaus gefahren und einen Abhang herunter gestürzt.
Die Folgen für ihn, wochenlanger Aufenthalt im Krankenhaus, mit hinterher lang anhaltenden Beschwerden. Und trotzdem hatte er noch Glück, viele überleben solche Unfälle nicht.







