Schießbefehl: Bewaffnete, Randalierer, Brandstifter und Plünderer dürfen getötet werden
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Oberpfalznetz (Mittwoch, den 30. Januar 2008 - 10:40 Uhr)
Kenia gibt Schießbefehl bei Plünderungen und Brandstiftung
Polizei: Bewaffnete, Randalierer, Brandstifter und Plünderer dürfen getötet werden
Nach Wochen der Gewalt und des Chaos in Kenia haben die Behörden Schießbefehl gegen Plünderer und Brandstifter erhalten. Gegen vier Gruppen werde die Polizei mit aller Härte vorgehen, sagte ein Polizeikommandeur, der nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP: “Die, die Eigentum plündern, Häuser niederbrennen, Angriffswaffen tragen oder die Straßensperren errichten.” Die Polizei habe Anweisung, diese vier Kategorien von Menschen zu töten, sollte sie diese auf frischer Tat ertappen. In dem ostafrikanischen Staat sind seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vor einem Monat rund 1000 Menschen getötet worden.
Die Behörden hätten den Tötungsbefehl am Dienstag kurz nach Beginn der Beratungen zwischen Präsident Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga gegeben, sagte der Polizeivertreter. Das Treffen fand erneut unter Vermittlung des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan in der kenianischen Hauptstadt statt.
Auch die Armee war am Dienstag erstmals in die Kämpfe zwischen rivalisierenden Volksgruppen eingeschritten. Einem AFP-Korrespondenten zufolge gaben zwei Armeehubschrauber und ein weiterer Hubschrauber in der nordwestlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi gelegenen Stadt Naivasha Schüsse auf Demonstranten ab. Laut Polizei sollte eine “unkontrollierbare Menschenmenge” auseinander getrieben werden. In Naivasha waren zuvor nach der Ermordung eines Abgeordneten des Orange Democratic Movement (ODM) aufgebrachte Anhänger der Oppositionspartei auf die Straße gegangen.
Seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vor einem Monat herrschen in Kenia Chaos und Gewalt. Präsident Mwai Kibaki beansprucht den Sieg für sich, Oppositionsführer Raila Odinga wirft ihm Wahlbetrug vor. Da die Kontrahenten unterschiedlichen Volksgruppen angehören, wird das Land seither von ethnischen Unruhen erschüttert, bei denen innerhalb eines Monats rund 1000 Menschen getötet wurden. Rund 250.000 mussten aus ihren Wohnorten fliehen.
Quelle: AFP und zeitung.org







