Touristen bleiben aus

Die blutigen Wahlen in Kenia schreckten Urlauber im letzten Winter ab. Darunter leiden vor allem die Einwohner. Jetzt hoffen sie auf eine neue Chance.
Schläfrig blinzelt der Löwe in die Sonne. Es ist ein guter Platz zum Ruhen. Gestern ließ sich an gleicher Stelle eine Giraffe nieder, tags zuvor ein Krokodil. Zwei dicke Schmeißfliegen landen derweil auf dem Hinterteil des Löwen. Dass er sie nicht mit seinem Schweif wegwedelt, hat einen guten Grund: Er ist aus Sand. Täuschend echt sehen die Tiere aus, die Joseph täglich aus dem Sand am Bamburi-Strand nahe der kenianischen Hafenstadt Mombasa formt. Immer ein anderes. Die Fauna in dem ostafrikanischen Land hat eine Menge Anregungen zu bieten.
Joseph robbt um den Löwen herum – ziemlich behände trotz seiner Querschnittslähmung – und bessert eine Stelle an der Flanke der Raubkatze aus. Dann macht er sich daran, für Simba eine Partnerin zu formen. Gern schauen ihm Touristen dabei zu und lassen sich vor seinen Kunstwerken ablichten. Hin und wieder steckt ihm jemand einen Schein zu, wie jetzt: 100 kenianische Schillinge (etwa ein Euro). Dafür kann sich Joseph Essen kaufen – für diesen Tag. (weiterlesen)
Quelle: focus.de

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